redpipes in Down Under

Peter Ferguson ist ein junger australischer Bagpiper, der seit 2011 das des Dudelsackpielen lernt.

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Peter Ferguson mit seiner redpipe Camelot

Peter ist im letzten Semester seines Studiums der Geographie und Moderne Geschichte für das Lehramt, das in den letzten vier Jahren den Löwenanteil seiner Zeit beanspruchte. 2011 gründete er auch seine eigene Death Metal Band, in der er singt und mit der er im kommenden Frühjahr die erste EP veröffentlichen wird.

 

Ursprünglich sparte Ferguson für eine spanische Gaita, aber durch ein Gespräch mit Päde Kistler, dem ehemaligen Bagpiper von Eluveitie ließ er sich dazu inspirieren, sich mit der redpipe als Option zu beschäftigen. Nachdem er genügend Informationen gesammelt hatte, entschloss er sich schließlich zum Kauf einer redpipe Camelot, einer Marktsack-Variante der redpipe.

Ich beschloss mir ein Set zuzulegen – sozusagen als als eine Langzeitinvestition. Mich überzeugten die Vorzüge, die die redpipe gegenüber meinen akustischen Instrumenten hat. Ich wollte ein vielseitiges Instrument, das mich in die Lage versetzen würde, eine Gastrolle in allen möglichen musikalischen Projekten zu übernehmen, ohne an die üblichen Beschränkungen des Dudelsacks gebunden zu sein“, erzählt Peter uns. Außer seinen Soloprojekten bietet er seine Dienste als redpiper verschiedenen anderen Bands an von der traditionellen keltischen Musik über Symphonicrock bis hin zu Folk-Punk.

Die redpipe gewährt mir einen Vorteil in vielfacher Hinsicht, und die Tatsache, dass es sie in Australien noch nicht so häufig gibt, macht mich als Musiker besonders interessant“, sagt Peter. Inzwischen bekommt er regelmäßig Anfragen von anderen Bands, mit seiner redpipe einzusteigen, weil viele seiner Musikerkollegen die besonderen Möglichkeiten, die die redpipe eröffnet, zu schätzen gelernt haben – wie zum Beispiel: die freie Wahl der Tonart, das Erweitern des Tonspektrums auf anderthalb statt einer Oktave. Ohne die Beschränkungen, die eine akustische Sackpfeife nun einmal hat, wird der elektronische Dudelsack sogar für solche Bands interessant, die nie zuvor mit einem gespielt haben.

Peter selbst möchte auch nicht mehr verzichten auf die Freiheiten, die ihm sein neues Instrument bietet. Es ist nicht nur die Tatsache, dass er sofort loslegen kann, ohne den Chanter oder die Drones aufwärmen zu müssen oder der Luxus, zu jeder Tag- und Nachtzeit über Kopfhörer zuhause spielen zu können, ohne Stress mit den Nachbarn befürchten zu müssen. Besonders wichtig war es für Peter Ferguson, dass sich die redpipe beim Spielen genauso anfühlt wie ein akustischer Dudelsack – nur mit dem Unterschied, dass er nun die benötigte Luftmenge zum Aufblasen des Sacks reduzieren kann, was ihm zu mehr Präsenz und Bewegungsfreiheit auf der Bühne verhilft. Außerdem kann er seine individuellen Settings bezüglich des Fingering-Systems, des Tonumfangs und der Tonart nach eigenen Wünschen einstellen und im Presetspeicher der redpipe abspeichern.

Speziell in Australien mit seinen extremen klimatischen Bedingungen erweist es sich zudem als äußerst wertvoll, dass die redpipe sich durch klimatische Rahmenbedingungen nicht beeindrucken lässt und immer eine stabile Stimmung behält.

Ich kann, wenn ich mich mit meinen Freunden treffe, die redpipe einfach an einen Mixer oder einen Verstärker anschließen und schon geht’s los“, erzählt uns Ferguson begeistert.

Außerdem ist Peter noch Mitglied einer Facebook-Gruppe, die sich ‘Worldwide Metalhead Bagpipers’ nennt und die vom französischen Bagpiper Pereg Ar Bagol gegründet wurde und Metalheads in der ganzen Welt verbindet.
„Der Vorteil, dort Mitglied zu sein, liegt einfach darin, dass man sich mit Gleichgesinnten austauschen kann, all jenen, die Metal-Rock lieben und sich dazu noch für den Dudelsack interessieren. Man tauscht Erfahrungen über alles Mögliche, was den Dudelsack betrifft aus – bis hin zu technischem Kauderwelsch“, erzählt uns Peter, „ das ist ein bunt gemischter Haufen aller Altersklassen beider Geschlechter aus verschiedenen Kontinenten, der da zusammenkommt.“ Er lädt jeden Interessierten ein, mal reinzuschauen unter:
https://www.facebook.com/groups/WorldWideMetalHeadPipers/

Nach seinen persönlichen Vorbildern befragt, nennt Ferguson Sevan Kirder und Chrigel Glanzmann und Päde Kistler von Eluveitei, soweit es den Dudelsack betrifft. Seine gesanglichen Idole sind Johan Hegg (Amon Amarth – Sweden), Lee Tassaker (Lycanthia – Australia), and Lew Smith (Temtris – Australia).

Man darf gespannt sein auf seine eigene Band, die sich im Frühjahr 2015 präsentieren will. Und darauf, welche Rolle wohl die redpipe dabei spielen wird.

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